Die Reise Zu Der RPC Germany

Der Tag fing so schön an. Sonne wohin das Auge reicht. Klar war, es würde ein heißer Tag werden. Das sich dieses nicht nur auf die Temperatur beziehen würde war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Treffpunkt war um eins am Essener HBF, wo wir dann um 13:09 den Regionalexpress direkt bis zur Messe Köln nehmen würden.

Der Bahnsteig: Proppevoll. Keine Ahnung wo die Leute alle herkamen, aber die Meisten wollten sicherlich nicht zur RPC. Viele Rentner die sich unseren Tag ausgesucht hatten einen Ausflug zu machen, Familien die nach Düsseldorf zum Flughafen wollten und ungefähr zehn Milliarden Fussballfans. Was wir nicht bedacht hatten war, das Samstag Fussballtag ist im Revier. Mit ungelogen zwanzig Manschaften in der ersten Bundesliga die aus dem Revier kommen, gibt es ein reges Treiben in den Zügen vor 15 Uhr und abends nach 18 Uhr.

Gut, der Zug hatte eh schon Verspätung, was normalerweise eins von zwei Dingen bedeuten kann. Er ist überfüllt und es dauert einfach länger bis alle Honks die mit dem Zug reisen ein- und ausgestiegen sind. Oder, es gibt irgendwelche anderen technischen Problem.

Fünf Minuten Verspätung ist gerade noch zu verkraften. Dies tat der Menschenmenge auf dem Bahnsteig nicht gut, da konstant Leute hinzukamen. Mit jeder Minute die verstrich wurden es mehr, und alle wollte in unseren Zug. Hauen und stechen garantiert. Zug rollt ein und was soll man sagen, er war übervoll. Auf dem Bahnsteig gab es tatsächlich noch Einige die glaubten einen Sitzplatz zu ergattern, Dummerchen..

Nachdem zehn Millionen aus-, und ungefähr die doppelte Anzahl eingestiegen waren ging die lustige Fahrt weiter. Da niemand einen Sitzplatz bekommen hatte hieß es stehen, stehen, stehen. In Mülheim (warum zum Teufel hält der Zug da) und Duisburg (dito) wurde es etwas leerer und wir konnten sogar einen Sitzplatz ergattern. Unsere Freude ob dieses Privilegs währte nicht lange, da in Düsseldorf Hamburger Fussballfans zu Tausenden in den Zug stürmten. Und mit Fussballfans reisen, das ist eigentlich nur lustig wenn man selber Einer ist, und genügend Alkohol getrunken hat.

Anekdote am Rande. Im nüchternen Zustand war es mir nicht möglich auch nur ein Wort der Gesänge zu verstehen. Hoo dada bla bla bla HSV, Hee da doe deee tatata. Dazu rhythmisches Trommeln an der Zugdecke; Trommel, trommel, trommel.

Ach, und an die HSV Fans die gehofft haben das Werder verliert. Haha, am Arsch!

Man muss dazu sagen das die Fans sich noch recht gut verhalten haben. Es wurde nicht mit Bier und anderen Flüssigkeiten herumspritzt und es gab keine Kloppereien. Und der Hamburger Schnack ist ja auch ganz nett anzuhören.

In Leverkusen stiegen alle Fussballfans aus, im Abteil wurde es gleich zehn Grad kühler was sehr angenehm war. Angekommen in Köln Messe keine Ahnung wie der Bahnhof hieß gab es Konfusion wo man den nun hin sollte. Vor allem deshalb weil die meisten Zugänge durch Barrieren versperrt waren. Demo. Rechtsradikale munkelte man. Stellte sich heraus, war Pro-Köln. Wahrscheinlich waren mehr Polizei und Gegendemonstranten vor Ort als alles Andere. Egal. Wir mussten vom Bahnsteig runter, dann wieder rauf und dann zur Messe.

Was da passiert ist, gibts in einem anderen Artikel.

Meine Top 5 Tips für eine entspannte Reise im Zug:

  • Ja nix trinken, zum Klo kommt man eh nicht, und wenn doch, ist die Chance relativ hoch das es defekt ist und man nicht reinkommt. Euren Kumpel davon abhalten vor der Fahrt Kaffee zu trinken!
  • Möglichst wenig zu schleppen mitnehmen. Jacken, Rucksäcke, Koffer, Golfschläger zu Hause lassen.
  • Achtet auf eure Wertgegenstände, irgendwie wird immer vor Taschendieben die sich im Zug befinden gewarnt.
  • Fahrt entweder früh – aber nicht zu früh wegen Berufsverkehr – oder gar nicht. Neun Uhr dürfte eine gute Zeit sein.
  • Fahrt niemals an einem Fussballsamstag, bei schönen Wetter, an Messetagen, an Tagen mit anderen Events, mit dem Zug. Es sei denn um 4 Uhr Nachts.
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