Hitman Absolution

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Ab in den Stripclub. Hier angekommen geht es sofort in das Innere des Gebäudes vor dem zwei Türsteher sich mit einem Polizisten unterhalten. Drinnen wird ein Gast gerade von einem Türsteher daran gehindert den Club zu betreten so das ich ungehindert in das Innere gehen kann.

Der Club selber ist gerammelt voll. Hier stehen mit Sicherheit mehr als hundert Typen an der Bar und der Tanzfläche herum. Die Stimmung scheint gut und in der Meute kann ich mich ungehindert fortbewegen.

Überall steht Security und beobachtet die Gäste. Nach einem kurzen Rundgang bei dem ich feststelle das ich ohne Autorisierung nicht in den Backstage Bereich kommen werde, geht es zu den Toiletten. Hier steht ebenfalls ein Security rum, alleine.

Als er mir den Rücken zuwendet wird er von mir in das Reich der Träume geschickt. Schnell ziehe ich die Kleidung des Ohnmächtigen an um in Bereiche gehen zu können in die ich sonst nicht reinkomme.

So beginnt eine der zahlreichen Missionen die man in Hitman Absolution vorgesetzt bekommt.

Das Spiel selber haben die Entwickler, IO Interactive, offen gestaltet. Bedeutet: wer schleichen will kann dieses tun und dabei den Schwierigkeitsgrad jeder Mission selber bestimmen.

Auf Easy gibt es zum Beispiel weitere Checkpoints die man aktivieren kann um bei Versagen dort anstatt am Anfang des Levels anzufangen. Auf Purist, der höchsten Stufe sind sowohl diese Checkpoints als auch Instinct deaktiviert.

Instinct kann aktiviert werden um Tipps im Spiel zu bekommen, Gegner per Slo-Mo auszuschalten sowie unerkannt an Gegner vorbeilaufen zu können.

Da dies komplett optional ist bleibt es jedem Spieler selber überlassen dies zu verwenden oder nicht wenn der Schwierigkeitsgrad es erlaubt.

Das Spiel startet mit einem Tutorial welches alle Spielmechaniken erklärt. Dies beinhaltet auch das Schießen, später im Spiel ist es dem Spieler aber selber überlassen die Waffe zu benutzen oder andere Wege zu finden an das Ziel zu kommen.

Wer will kann wie in Call of Duty mit Gewalt durch die Level preschen und jeden abknallen der dumm genug ist sich blicken zu lassen.

Da Hitman aber kein Ballerspiel ist werden die meisten Spieler wohl eher darauf ausgelegt sein leise und im Verborgenen zu agieren. Diese Vorgehen zeichnet sich übrigens auch in den Punkten aus die man am Ende eines Abschnitts bekommt.

So gibt es Abzüge für getötete Zivilisten bzw. Gegner  (also alles was nicht das Ziel einer Mission ist) oder wenn man enttarnt wird.

Belohnt wird man auch für elegante Auftragsmorde. Natürlich kann man die Zielperson einfach abknallen wenn man sie alleine erwischt und auch dies gibt Punkte, allerdings nicht so viele als wenn man das Ableben zum Beispiel wie einen Unfall aussehen lässt.

Kommen wir zu dem was gut gelungen ist:

  1. Die Atmosphäre passt. Levels sind relativ abwechslungsreich und man hat in der Regel mehrere Möglichkeiten einen Auftrag auszuführen. Die Freiheit die man hat ist gut umgesetzt auch wenn es enge Grenzen gibt was man nutzen kann in einem Level.
  2. Der Umfang des Spiels ist ebenfalls gelungen. Hier ist das Spiel nicht nach zwei, drei Stunden beendet sondern bietet viele Level sowie weitere Beschäftigungen wie die Sniper Challenge oder Contracts.

Und nun die Kritikpunkte:

  1. Die künstliche Intelligenz hat oft Aussetzer und reagiert teilweise unrealistisch.  So gibt es Situationen wo alle nach einem Leichenfund wieder das Tagesgeschäft aufnehmen und nicht weitersuchen.
  2. Ebenfalls unrealistisch ist die Möglichkeit sich in Schränken bzw. Containern zu verstecken und so nicht gefunden zu werden da die KI niemals hineinguckt selbst wenn dies das einzige Versteck in einer Sackgasse ist.
  3. Es passiert ab und an ebenfalls das man steckenbleibt. Ärgerlich wenn man dann von Gegnern entdeckt wird.
  4. Ebenfalls unerklärlich ist warum man nicht über jedes hüfthohe Hindernis springen oder gleiten kann.

Auch wenn die Kritikpunkte den Spielspaß trüben ist Hitman Absolution ein ziemlich gutes Spiel für Freunde des Genres.

Wer frühere Hitman Spiele gespielt hat wird sich hier nach einer kurzen Eingewöhungszeit zurechtfinden. Das Spiel gibt es für ein paar Euro bei jedem Steam Sale, wer da nicht zuschlägt ist selber Schuld.

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