Nach einem Flugzeugabsturz im Wasser, bei dem man der einzige Überlebende ist, sieht man nicht weit von der Absturzstelle entfernt einen Leuchtturm aufragen. Da dieser Leuchtturm der einzige Bezugspunkt ist schwimmt man natürlich darauf zu nur um festzustellen, dass es außer einer dubiosen Taucherglocke und ein paar markigen Sprüchen nichts zu holen gibt.
Anstatt jetzt auf Rettung zu warten entscheidet man sich für das Experiment mit der Tauchglocke und taucht ab.. in die Welt von Rapture. Rapture wurde vom Wirtschaftsmagnaten Andrew Ryan gegründet mit der Prämisse der absoluten Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen.
Die Entdeckung einer Substanz namens Adam die die Genstruktur eines Körpers verändern kann veränderte die Situation in Rapture dramatisch. Mit Adam war es möglich sogenannte Plasmide herzustellen die dem menschlichen Körper besondere Fähigkeiten verliehen.Größer, schneller, besser war kein bloßer Wunschgedanke mehr sondern wurde durch ADAM Realität.
Die Nebeneffekte wurden lange Zeit unterschätzt und resultierten in Aufständen die zu Silvester 1959 begannen. Während einige Hauptdarsteller wie Andrew Ryan sich abschotteten und deshalb die Aufstände überlebten glitten die restlichen Bewohner langsam in eine Welt voller Chaos ab.
Im Spiel gibt es im Grunde drei verschiedene Gruppen denen man begegnen kann. Zum einen die sogenannten Splicer, nach ADAM verrückte Kreaturen die aggressiv gegen fast alles vorgehen was in Sichtweite kommt. Dann die Little Sisters mit ihren Big Daddy Leichwächtern die ADAM von toten Kreaturen ernten sowie einigen Überlebenden wie Ryan oder Dr. Tenenbaum die ihre eigene Agenda vertreten.
Aspekte von Bioshock erinnern stark an Fallout: Das apokalyptische Szenario, das Recht des Stärkeren, die Filmsequenzen sowie die musikalische Untermalung gehören hierzu.
Atmosphärisch gesehen ist Bioshock eine Granate, ein unbeschreibliches Gefühl von Spannung liegt die ganze Zeit in der Luft. Man will wissen wie es weitergeht und was genau passiert ist in Rapture.
Der darunter liegende Shooter ist allerdings alles andere als innovativ. Entweder benutzt man diverse Waffen mit verschiedenen Munitionstypen um Gegner zu bekämpfen oder bereits erwähnte Plasmide die zum Beispiel Blitze auf Gegner schicken oder diese für einen Augenblick vereisen.
Damit man nicht unbegrenzt mit Blitzen um sich schießen kann verbraucht die Verwendung von Plasmiden Eve, so etwas wie neuzeitliches Mana. Eve kann mit Spritzen aufgefüllt werden und ist in Rapture heiß begehrt.
Interessant sind die Begegnungen mit Selbstschussanlagen und Überwachungskameras. Diese können per hack so eingestellt werden, dass sie den Spieler in Ruhe lassen und sich nur Gegner vornehmen. Das Hacken wird nach einiger Zeit allerdings etwas eintönig, da man in einem Minispielchen Wasser von einem Eingang in einen Ausgang mit Hilfe von Rohren legen muss. Macht dieses die ersten 40-mal noch Spaß ist es danach nur noch eine lästige Pflichtaufgabe.
Erzählt wird die Story vor allem durch gefundene Tapes die man abspielen kann.
Empfehlen kann ich Bioshock jedem der auf Spiele wie Fallout oder System Shock steht und einen fetten Rechner sein eigen nennt. In die Hände von Kindern gehört das Spiel definitiv nicht.
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