Royal Bounty HD review

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Das sieht ja aus wie Kings Bounty meets Heroes of Might and Magic. War mein erster Gedanke als ich auf Steam Royal Bounty HD entdeckte.

Das Spiel ist eindeutig retro was man vor allem an der Grafik, aber auch an anderen Elementen wie zum Beispiel dem nicht ganz einfachen Schwierigkeitsgrad oder fehlenden Optionen sieht.

Positiv ist erst mal hervorzuheben das es für €4.99 erhältlich ist und man bei dieser Summe eigentlich nicht viel falsch machen kann.

Download und installation der 100+ Megabyte geht schnell vonstatten. Sobald das Spiel lädt kann man sich entscheiden ein neues Spiel zu starten oder ein bereits begonnenes Spiel fortzusetzen: Auswahl eines Schwierigkeitsgrades oder Kampagnen/Szenarien fehlen komplett, und auch die Optionen sind arg begrenzt.

So befindet sich jeder Spieler in einem Gefängnis wieder aus dem es auszubrechen gilt. Wer jetzt glaubt behutsam an das Spiel herangeführt zu werden täuscht sich, da der kleinste Fehler im Gefängnis sofort den Game Over Bildschirm zur Folge hat.

Eine Einführung oder Tutorial gibt es ebenfalls nicht, man wird also sofort ins kalte Wasser gestossen.

Das Level ist ein Verfolgungslevel, was bedeutet das man von einer starken Gruppe von Gefängniswärtern verfolgt wird gegen die man zumindest zu Beginn keine Chance hat.

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Wird man gefasst kommt es zum rundenbasierten Kampf den man mit ziemlicher Sicherheit verliert. Es gibt nur zwei Möglichkeiten dem zu entkommen: entweder man erreicht den Ausgang und das rettende Schiff ohne Kampf, oder man sammelt genug Gefangene ein die sich der eigenen Armee anschließen um gegen die Wärter eine Chance zu haben.

Leider sieht man vorher nicht wieviele Einheiten man bekommt, so das man hier nur über Trial und Error eine schlaggräftige Truppe aufbauen kann da sich die Werte hier nicht zu ändern scheinen.

Danach beginnt das erste Kapitel des Spiels. Auch hier wird man nicht behutsam herangeführt sondern ins eiskalte Wasser gestossen.

Während Veteranen sich durchaus sofort zurecht finden, die meisten Spielelemente wie Gold einsammeln, Truppen anheuern und den Helden leveln sind bekannt, dürfte Anfänger vor allem Dinge zu schaffen machen die nicht sofort ersichtlich sind.

Hauptproblem hierbei ist das die meisten Gegner auf der Karte wöchentlich an Stärke gewinnen während man selber, zu Beginn, kein eigenes Einkommen hat und auf Goldvorkommen auf der Karte angewiesen ist.

Gold benötigt man für Einheiten. Im Extremfall kommt es zu einer Situation wo man kein Gold mehr hat um neue Einheiten zu kaufen und eine Truppe die nicht stark genug ist die vorhandenen Gegner zu besiegen.

Drum herum kommt man entweder mit Glück, es gibt einen Skill der 500 Gold pro Tag auf dem ersten Level gibt, oder durch bestimmte Quests die man erfüllen kann.

Das Spiel selber hat mehr Anleihen an Kings Bounty als an Heroes of Might and Magic. Man zieht mit einem Helden durch die Lande und konzentriert sich alleine auf die eigene Armee da es ausser Gold keine Ressourcen gibt.

Neben dem Erkunden der Map gilt es nun gezielt die eigene Armee aufzubauen, Feinde zu besiegen um an Erfahrungspunkte für den Helden zu kommen sowie Quests zu erfüllen um das Spiel voranzutreiben.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert auf einer 2D Karte ab wobei jede Einheit einmal pro Kampfrunde dran ist. Der Initiativwert entscheidet wann dies ist, so das schnelle Einheiten eher reagieren als langsame.

Fernkämpfer können Feinde aus der Ferne dezimieren, dazu kann man Einheiten bewegen sowie im Nahkampf angreifen.

Weitere taktische Elemente sind Zaubersprüche des Helden — die rar gesät sind — sowie Dinge die auf dem Schlachtfeld bestimmte Hexfelder unpassierbar machen.

Gewinnt man den Kampf erhält man Erfahrung, verliert man ist das Spiel vorbei. Da man zu Beginn nie genau weiß wie stark Gegner sind, empfiehlt es sich oft und viel zu speichern.

Die Zeit im Spiel, erfasst in Tagen und Wochen, spielt in Royal Bounty HD eindeutig gegen den Spieler. Lässt man sich zu viel Zeit, indem man zum Beispiel zu viel herumläuft, dann wird man auf Gegner treffen die man nicht mehr besiegen kann.

Dazu fehlen dem Spiel Komfortfunktionen wie eine Weltkarte, und bei den Kämpfen fehlt eindeutig eine Option zu warten.

Ein weiterer Punkt der mich am Spiel gestört hat ist das es am Ende eines jeden Tages kurz pausiert bevor es weitergeht. Dies merkt man vor allem auf Reisen die länger als einen Tag dauern.

Fazit

Für Fans von Kings Bounty und den ersten Heroes of Might and Magic Teilen definitiv eine Überlegung wert. Da es nur €4.99 kostet kann man hier eigentlich wenig falsch machen.

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