Warum Reaper of Souls Diablo 3 nicht rettet

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Am Black Friday gab es ein Angebot im Blizzard Shop bei dem man die Diablo 3 Erweiterung Reaper of Souls für 50% kaufen konnte.

Da ich Dota 2 an den Nagel gehängt habe — zu viel Stress und immer weniger Spaß — war es an der Zeit Diablo 3 eine zweite Chance zu geben.

Zwar hatte ich mir nach dem verkorksten Start des Spiels geschworen Diablo 3 nie wieder anzurühren, hab mich dann aber doch belatschern lassen von ein paar Kumpels die es regelmäßig spielen.

Blizzard hat ja in letzter Zeit einiges getweaked und verändert. So gibt es kein Echtgeldauktionshaus mehr und statt das Spiel vier mal stupide auf anderen Schwierigkeitsgraden durchzuspielen, gibt es jetzt andere Dinge die man tun kann.

Flugs die sieben Milliarden Gigabyte installiert, den ersten Character erstellt und rein ins Abenteuer.

Hier erst einmal Ernüchterung. Startet man mit einem Level 1 Charakter ins Spiel, spielt man erst einmal alle vier bereits bekannten Akte durch, und dann den neuen fünften Akt. Hat man bereits vorher gespielt kann man antürlich auch mit seinem bestehenden Charakteren weiterspielen.

Großartige Veränderungen konnte ich bei diesem ersten Durchspielen nicht entdecken.

So levelt sich der Charakter weiterhin automatisch und das Einzige was man beeinflussen kann ist die Auswahl der Skills.

Hier gibt es weiterhin bis zu sechs aktive Skills die man auf Maus und Tastatur legen kann sowie — nun — vier passive Skills wobei der letzte erst auf Level 70 freugeschaltet wird.

Neu scheint mir zu sein das man mit „raren“ Gegenständen nun förmlich zugeballert wird. Jeder noch so kleine Furz scheint ein oder mehrere gelbe Gegenstände dabei zu haben.

Dies wertet diese Klasse natürlich ab. Für mich scheint es so als ob Blizzard einfach die Rangfolge verändert hat um den Spielern vorzugaukeln man bekomme in Diablo 3 tollere Sachen als in Diablo 2.

Alte Reihenfolge:  normaler Gegenstand –> magischer Gegenstand –> Rare –> Set –> Unique

Neue Reihenfolge alle einen weiter gehüpft. Rare ist also gar nicht mehr rar sondern an jeder Ecke zu finden während Unique durch Legendary Items ersetzt worden sind die ebenfalls recht häufig runterfallen.

Was es nach wie vor kaum zu geben scheint sind Sets was meiner Ansicht nach sehr schade ist man meiner Meinung nach motivierter an das Spiel herangeht wenn man noch bestimmte Teile für ein Set benötigt.

Der fünfte Akt ist ein weiterer Akt den man durchspielt. Ist meiner Ansicht nach nix besonderes und nicht wirklich erwähnenswert. Hier gibt es halt mehr von den „go there, kill that, talk to“ Quests aber nichts wirklich Neues.

Danach hat man dann die Möglichkeit die gleichen Akte nochmal zu spielen, den Schwierigkeitsgrad zu verändern, oder den neuen Adventure Mode auszuprobieren.

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In diesem klappert man bestimmte Gebiete in jedem Akt ab um Aufgaben wie „töte Blah“ oder „mache den Event X“ zu erhalten. Hierbei bekommt man Belohnungen sowie Rift Keystones mit denen man dann Nephalem Rifts öffnen kann

Kann man am Besten als Dungeons bezeichnen in denen es , ihr ahnt es schon, hauptsächlich darum geht eine bestimmte Anzahl Gegner zu töten um dann einen Endboss vorgesetzt zu bekommen den man ebenfalls über den Jordan bringen muss.

Preislich finde ich die Erweiterung hoch angesetzt für das was geboten wird. Ja, es gibt natürlich mehr Content als in Vanilla Diablo 3 aber dafür fast den gleichen Preis zu verlangen ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Diablo 3 Reaper of Souls ist eine Erweiterung die mehr vom Gleichen bietet. Fandet ihr Diablo 3 toll wird euch das was Reaper of Souls bietet gefallen. Es gibt mehr von dem was schon da war.

Hat euch Diablo 3 schon nach einiger Zeit gelangweilt dann wird die Erweiterung dies nicht ändern.

Mir selber fehlt einfach das gewisse Etwas was Diablo 2 LOD hatte. Auch wenn der Vergleich unfair ist, da LOD nach heutigen Maßstab eben auch nur ein kill, loot und talk Spiel ist, hat das damals weniger ausgemacht da es neue Akzente gesetzt hat die Diablo 3 nicht setzt.

So haben mir die Experimente mit verschiedenen Klassen, vor allem die Punkteverteilung und die Option Klassen komplett anderes spielen zu können, viel Spass gemacht.

Während es Blizzard bei World of Warcraft durchaus versteht spannende Questreihen einzubauen schafft die Firma dies bei Diablo 3 nicht.

Wo sind Quests wo es mal nicht um das Töten von Gegnern geht? Spontal fallen mir ein Hindernisparcour ein, mal als verkleidetes Monster rumlaufen oder als Gladiator in einer Arena gegen andere Spieler antreten zu können.

Viele der ursprünglichen Kritikpunkte bestehen also weiterhin und es scheint auch kein Umdenken bei Blizzard stattgefunden zu haben in der Beziehung.

Diablo 3 ob mit oder ohne Erweiterung wird für die meisten Spieler einfach furchtbar langweilig nach einiger Zeit weil es kaum Abwechslung bietet abseits des kill, repeat Spielprinzips.

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