Dungeon Fighter, Such Fun

dungeon fighter

Brettspiele die durch eine neue Spielmechanik überraschen sind rar gesäht. Wenn man dazu noch den Anspruch hat das die neue Mechanik funktioniert und das Spiel Spaß macht, dann bleiben am Ende gar nicht mehr so viele Spiele über die diese Kriterien erfüllen. Dungen Fighter ist solch ein Spiel. Ich habe das Spiel auf der Essener Spielemesse gekauft und heute zum ersten mal mit drei weiteren Personen gespielt.

Spielziel ist es durch einen Dungeon bis zum Obermotz zu latschen und diesen auszuknocken. Zuerst wählt jeder der Spieler einen Charakter aus; Vom blutrünstigen Barbaren über Paladin zu Magier und Zwerg ist alles vertreten was in Fantasy Rang und Namen hat. Jeder Charakter hat drei Fertigkeiten die mit gleichfarbigen Würfeln übereinstimmen. Und genau diese Würfel spielen die zentrale Rolle im Spiel. Bevors losgeht bastelt man sich noch aus Bauteilen den Dungeon zusammen. Dieser wird zufällig zusammengelegt und mit jeder Etage schwerer. Trifft man am Anfang auf Skelette geht es nachher darum gegen Trollen, Drachen und Vampire zu bestehen.

Zurück zur Spielmechanik. Das kreisförmige Spielbrett dient nur als Zielscheibe für Würfel. Spieler müssen Würfel so werfen das sie mindestens einmal auf den Tisch fallen bevor sie auf dem Spielbrett zu liegen kommen. Schafft man dieses erhält das Monster den angegebenen Schaden der eventuell noch durch Fähigkeiten und Gegenstände erhöht wird. Schafft man es nicht, zieht man den Monsterschaden von seinen Lebenspunkten ab.

Allerdings ist diese Variante nur die leichteste. Je nach Gegenständen die man einsetzt oder Monstern muss man Pioretten schlagen, den Würfel über den Rücken werfen oder die Hand eines anderen Mitspielers verwenden. Wer den Nasenwurf gemeistert hat erntet Anerkennung, wer immer danebenwürfelt den Spott und Hohn der Mitstreiter.

Ab und an trifft man auf spezielle Räume wie eine heilende Quelle die die Lebensenergie wieder auffüllt oder den Shop in dem man Ausrüstung sowie Leben und zusätzliche Würfel kaufen kann.

Würfel gibt es pro Kampfrunde nämlich nur drei in verschiedenen Farben, so das ein Spieler bei Vieren immer aussetzt. Die Spieler müssen sich dann einigen wer welche Würfelfarbe bekommt die bei Erfolg die Spezialfertigkeit des Charakters auslöst. Hier gibt es dann Heilung, Geld welches man dem Monster klaut oder temporäre Unverwundbarkeit.

Hat man ein Monster besiegt zieht man weiter in den nächsten Raum in dem der Startspieler wechselt. Wird die ganze Gruppe besiegt endet das Spiel.

Dungeon Fighter macht eine Menge Spass und hat durch die zufällig zusammengestellten Dungeons, Monster, Ausrüstungskarten sowie Endgegner einen hohen Wiederspielwert. Wer Lust hat ein klassisches Dungeon Hack und Slay zu spielen in dem es auch auf die Geschicklichkeit der Spieler ankommt, der wird hier definitiv glücklich werden.

Der Preis von ca 35 Euro ist überaus angemessen. Dungeon Fighter kann man mit 2-4 Spielern spielen. Mehr Informationen gibt es auf der Heidelberger Spieleverlag Webseite.

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