Panzer Corps Review

panzer corps

Ich habs! Heute um 15 Uhr hat der Publisher Panzer Corps freigegeben. Erhältlich ist es als digitaler Download für €29.99 oder mit Box und Download für €39.99, beides zuzüglich Mehrwertsteuer. Der Download hat eine Größe von 428 Megabyte welche ich mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 Kilobyte pro Sekunde heruntergeladen habe.

Im Laufe des Tages werde ich meine ersten Eindrücke Posten sowie, wenn alles glatt läuft, die ersten Videos einstellen. Ob ich dabei selber zum Mikro greife oder das Spiel für sich sprechen lasse weiß ich noch nicht.

Es ist relativ spät geworden, daher werde ich meine Betrachtung heute auf das notwendigste beschränken. Im Spiel selber gibt es fünf Kampagnen, von denen Eine als Tutorial dient. Hier lernt man die Grundzüge des Spiels kennen. Neulinge sollten auf jeden Fall hier beginnen, erfahrene Spieler können gleich in einer der vier anderen Kampagnen einsteigen. Als Start empfiehlt es sich die große Kampagne von 1939 bis 1945 zu spielen, alternativ kann man auch zu späteren Zeitpunkten einsteigen.

Das Spiel selber erinnert in vielen Belangen an Panzer General, auch wenn das Interface einen Tick schlechter zu bedienen ist. Zu Beginn kann man Einheiten platzieren und kaufen, was man unbedingt tun sollte. Bezahlt werden diese Einheiten mit Prestige welches man sowohl durch das Einnehmen von gegnerischen Städten bekommt, als auch zu Beginn. Hierbei muss man Bedenken das Prestige auch zum reparieren, wiederaufstocken und upgraden von Einheiten verwendet wird. Ziemlich dumm also wenn man zwar viele Einheiten hat, diese aber nicht mehr repariert werden können oder noch 1945 als Panzer 1A rumgurken.

Gezogen wird auf den Karten immer abwechselnd, wobei der Spieler immer anfängt, der Computer dann nachzieht. In der ersten Kampagne startet man mit deutschen Truppen den Blitzkrieg gegen Polen. Auch in Panzer Corps gibt es übrigens die Möglichkeit sogenannte decisive victories zu schaffen, die dann zum Beispiel besondere Dinge freischalten. Wie schon in Panzer General kann man dann hier auch den Lauf der Geschichte beinflussen.

Wie bereits erwähnt ist die Bedienung etwas frickelig, was man zum Beispiel vom Umschalten von Luft- auf Landeinheiten merkt. Mit ein wenig Eingewöhnung fällt dieses aber nach einiger Spielzeit nicht weiter auf.

Schwerer wiegt die Tatsache das die eigenen Truppen nicht wieder mit ihren Standardwerten starten, man nimmt also den Schaden und die Beschädigung mit in das nächste Szenario, so das man hier wertvolles Prestige ausgeben muss um die eigenen Truppen auf ihr Maximum zu bringen.

Apropos Prestige: Der Schwierigkeitsgrad bestimmt unter anderem das Prestige welches man zu Beginn eines Szenarios zur Verfügung hat.

Hier noch eine kurze Auflistung von Dingen die mir aufgefallen sind, morgen gibt es mehr: Wettereffekte, Versorgung, Fog of War, KI auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nicht sonderlich bemüht, Prestige reicht nie.

Kurzes Panzer Corps Fazit: Das Spiel macht viele Dinge richtig. Es ist zu früh ein endgültiges Fazit abzugeben, allerdings lässt es sich schon absehen das Hobbygeneräle bedenkenlos zugreifen können. Wer Panzer General gemocht hat, wird Panzer Corps lieben.

Update:

Mittlerweile habe ich Panzer Corps länger gespielt. Hier einige weitere Beobachtungen. Kommen wir zuerst zu den decisive victories. Man kann jede Karte sowohl als decisive victory, normalen Sieg oder Verlust abschließen. Der decisive victory wird erreicht, wenn man all Ziele der Karte einnimmt bevor eine vorgegebene Rundenzahl erreicht ist. Dies ist zu Beginn jeder Karte angegeben. Es ist relativ schwer dieses zu schaffen, besonders wenn man dazu noch keine Einheiten verlieren möchte.

Erschwert wird das ganze durch das recht knappe Prestige, eine Art Währung im Spiel mit der man neue Einheiten kauft, sowie existierende auffrischen und upgraden kann. Problem dabei ist, das man selten genug Prestige zur Verfügung hat und so vor Entscheidungen gestellt wird. Gradet man lieber den Panzer 1A auf Panzer IV ab, kauft man sich lieber einen Fighter, Flak oder zwei Infanterieeinheiten. Je nach Karte empfehlen sich hier verschiedene Herangehensweisen.

Prestige bekommt man zu Beginn des Spiels zugeteilt. Ob man Prestige von der vorangegangenen Map in der Kampagne übernimmt ist nicht ganz klar, aber wahrscheinlich. Im Spiel selber bekommt man Prestige nur durch das Erobern von Städten und Häfen. Sinnvoll ist es also auch Städte und Häfen einzunehmen die keine Missionsziele sind, um so Prestige zu generieren und die eigenen Einheiten stärker zu machen.

Dies geht besonders gut bei leicht befestigten Städten die auf dem Weg liegen. Viele dieser Städte werden entweder gar nicht oder nur durch eine Infanterieeinheit verteidigt, welche leicht durch eine heranrollende Streitmacht besiegt werden kann.

Bei der Armeezusammenstellung gilt es folgendes zu beachten. Man hat eine Grundarmee die einen durch die Kampagne begleitet. Diese erhält Erfahrung und wird so zunehmenden stärker. ein Vorteil hierbei ist zum Beispiel das man die Kampfstärke von 10 erhöhen kann. Der Maximalwert scheint hier 15 zu sein.

Aufpassen muss man beim auffrischen der Einheit. Man kann entweder Standardkräfte hinzufügen, was den Verlust von Erfahrung bedeutet, oder aber die Einheit durch erfahrene Kräfte auffüllen. Letzteres kostet keine Erfahrung dafür aber viel mehr Prestige als die Standardvariante.

Diese Grundarmee kann man durch einige weitere Einheiten aufwerten, die man jederzeit kaufen kann. Diese werden dann genau wie die restlichen Kräfte mit in die nächste Map genommen.

Sinnvoll ist es hier eine gute Mischung von Einheiten zu finden. Der größte Teil besteht aus Panzern und Infanterie. Dazu gesellt sich dann Artillerie, Flugabwehr, Aufklärung und Lufteinheiten. Auf manchen Karten kann eine Unterbesetzung schwerwiegende Folgen haben. Auf der dritten Karte der großen Kampagne wird man zum Beispiel auf einen Feind treffen der überlegene Luftstreitkräfte befehligt. Wenn man hier dann mit einem oder zwei Flugzeugstaffeln antritt wird man große Probleme haben wegen der feindlichen Luftüberlegenheit. Kauft man aber zuviele Flugzeuge, wird man bei anderen Dingen zurückstecken müssen.

Es gibt einige Dinge die ich kritisieren möchte. So muss man selber darauf achten die neuen Karten zu speichern, da das Spiel anscheinend nur ein Autosave macht. Bisher konnte ich keine Option finden eine Karte neu zu starten, ohne einen vorher gespeicherten Spielstand zu laden. Dies ist das größte Manko vom Spiel.

Panzer Corps ist ein rundum gelungenes Spiel welches allen Hobbygenerälen großen Spass bereiten wird. Mein Tipp: Kauft es euch!

Comments
    • Marc ich bin ein Rundenstrategiejunkie, gibt kaum ein Spiel was mir hier nicht gefällt. Naja, ist vielleicht leicht übertrieben 😉 Was mich am meisten stört ist die fehlende „restart“ Option, oder übersehe ich dir nur?

  1. Es gibt schon einiges an Mods für das Game:

    http://www.youtube.com/watch?v=iYjOBK9kVSw
    http://www.youtube.com/watch?v=3ZypYA-4P3M
    http://www.youtube.com/watch?v=8PUIwMdxHqE

    Ein Add-on mit Namen „Afrika Korps“ mit 4 neuen Feldzüge („Afrika 1941-46“ (Operation Sonnenblume) / „Operation Torch“ / „Forte Capuzzo“ / „ El Alamein 1942“), 38 Szenarien und 7 Schwierigkeitsgraden.

    Auch kann man schon neue Einheiten for free downloaden.

    http://www.youtube.com/user/DesignModProject#p/a/u/1/8KSyPJkrrqg

  2. Hallo….Nachdem ich PG1 damals über viele Jahre gespielt hatte und ich durch den zwangsläufigen Wechsel auf Win2000/XP dieses Spiel nicht mehr benutzen konnte,- bin ich jetzt super froh nun wieder die Einheiten durch die Schlachten führen zu können und finde es witzig meinen Sohn ebenfalls dafür begeistern zu können 🙂

  3. Pingback: Panzer Corps im Warhammer 40k Universum? Oh Yeah! | Gameokratie

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